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Apr 15

/ nic.at News - 15.04.2021 06:02
.at-Domainfinder liefert verbesserte Vorschläge

Gute Nachrichten von unserem Domainvorschlagstool: Der „.at-Domainfinder“ liefert jetzt noch bessere Vorschläge – und das mit der dreifachen Geschwindigkeit. Das Tool „kennt“ nun nun auch Ortsnamen und verfügt über ein deutlich besseres Grammatik-Verständnis.

Das nic.at R&D Team hat den .at-Domainfinder in den letzten Wochen einem umfangreichen Frühjahrsputz unterzogen. Das bewährte Tool zum Finden von noch freien .at-Domains ist dadurch nicht nur deutlich schneller geworden, sondern hat auch zwei große Funktions-Updates erhalten. Wir haben mit R&D-Leiter Alexander Mayrhofer über die Neuerungen gesprochen.

 

Alex, der .at-Domainfinder verfügt ja jetzt über neue Funktionen – erzähl doch mal, was können die?

Ja, wir waren in den letzten Wochen fleißig und haben zwei neue Features eingebaut. Zum einen enthalten manche Vorschläge nun auch den groben Standort des Benutzers. Dadurch entstehen aus Anfragen wie „sommerkino.at“ dann Vorschläge wie etwa „sommerkino-radstadt.at“ – solche Domains sind vor allem bei Unternehmen und Organisationen mit einem lokalen Markt sehr beliebt und erfolgreich. Zum anderen „versteht“ unser Domainfinder die Vorschläge jetzt besser. Wir jagen den Suchbegriff durch eine ziemlich komplexe Morphologie-Analyse, die uns die Struktur der Worte zeigt.

 

Das hört sich ziemlich kompliziert und aufwendig an. Was bringt das?

Wir haben dem Domainfinder sozusagen Volksschul-Grammatik beigebracht. Aus den Ergebnissen können wir Varianten bilden – zum Beispiel den korrekten Artikel oder das Possessivpronomen voranstellen (aus „gartenbau.at“ wird dann „meingartenbau.at“ oder „dergartenbau.at“) oder Eigenschaftsworte steigern. So entstehen dann Domains wie „das-tollste-marketing.at“. Solche Kombinationen sind sehr beliebt und werden gerne vom User angenommen.

 

Machen diese Datenanalysen das Ganze dann nicht auch langsamer? Der User wird ja sehr schnell ungeduldig, sobald eine Suche etwas länger dauert …

Davon sind wir zunächst auch ausgegangen, aber wir konnten viel bei der Optimierung der Geschwindigkeit erreichen. Dadurch ist die neue Version des Domainfinders nun nicht langsamer, sondern sogar fast dreimal so schnell wie bisher. Die Antwortzeit liegt jetzt bei etwa 60 ms – bei allem, was unterhalb von etwa 110 ms liegt, nimmt der Mensch keine Verzögerung wahr.

 

Das klingt vielversprechend – der Faktor Zeit wird schließlich immer wichtiger.

Genau, niemand wartet gerne! Wir stellen fest, dass Besucher nur selten gleich den ersten Vorschlag nehmen, denn die schnellen Antworten verleiten zum Ausprobieren. So kommt dann eher eine Domain zustande, die besser gefällt, besser zur Geschäftsidee passt, und in der Folge auch länger behalten wird. Oft sehen wir auch, dass Besucher gleich mehrere der Vorschläge registrieren – und das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

 

Reden wir noch kurz über die Nutzung des .at-Domainfinders. Es gibt ja auch eine API, richtig?

Richtig. Wir setzen den Domainfinder natürlich einerseits auf unserer eigenen Website ein, aber die Funktion lässt sich sehr rasch auf jeder beliebigen Website einbauen – das API ist einfach, gut dokumentiert und öffentlich nutzbar. Super ist, dass wir den Erfolg tatsächlich messen können: Wir sehen, dass Besucher diese Möglichkeit sehr gerne nutzen und die Vorschläge auch tatsächlich registriert werden … wie schon erwähnt oft auch gleich mehrere.

 

Manche Vorschläge bringen einen ja sicher auch zum Schmunzeln, oder? Hast du da vielleicht abschließend eine Anekdote für uns?

Klar, einige der Vorschläge sind wirklich lustig und die neue Grammatik-Funktion überrascht uns gelegentlich mit einer Portion Wortwitz. Ich habe beim Testen mal nach „tauchgang.at“ gesucht, und der Domainfinder hat mir „die-tauch-gang.at“ vorgeschlagen. Wir wollten dann herausfinden, warum da der falsche Artikel davorstand – in Wahrheit ging es bei dem Vorschlag um die „Gang“ im Sinne einer Gruppe … ich würde sagen, das ist der „best Domainname ever“ für einen Tauchverein!

 

Den .at-Domainfinder und die Dokumentation zur API finden Sie unter https://domainfinder.nic.at