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FAQ

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Country-code (ccTLD) versus generic Top Level Domains (gTLD)

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Antwort auf/zuklappenCountry Code versus generic Top Level Domains (gTLD)

Länder-Endungen wie .at und .de sind historisch gewachsen und beruhen stark auf lokalen Gepflogenheiten und Rechtslagen. Für .at bindend sind die AGB und Registrierungsrichtlinien der nic.at. Generische Top Level Domains wie .com, .net, .biz etc. werden von Vergabestellen verwaltet, die ihren Firmensitz in den USA haben. Daher gibt es zwischen .at und generischen Domains Unterschiede -speziell bei den Vertragsverhältnissen, der Laufzeit von Domains und den Kündigungsmodalitäten.

Antwort auf/zuklappen.at: Dauerschuldverhältnis versus gTLD: automatisches Auslaufen

Die Domainvergabe unter .at beruht seit Anfang an auf dem in Österreich üblichen System des sogenannten "Dauerschuldverhältnisses" - analog zu Telefon, Strom und Gas: Sie melden einen Telefon- oder Stromanschluss an, der so lange besteht, bis Sie ihn selbst kündigen. Es kann also nicht passieren, dass Sie Ihren Anschluss verlieren, nur weil Sie ihn nicht rechtzeitig verlängern. (Ausnahme: Sie bezahlen Ihre Rechnung nicht). In den USA kommen häufig befristete Verträge zur Anwendung - daher laufen .com, .net (bzw. alle generischen) Domains automatisch aus und müssen aktiv verlängert werden.

Antwort auf/zuklappen.at: aktive Kündigung mit festgelegter Kündigungsfrist

Der Vorteil einer aktiven Kündigung liegt eindeutig darin, dass der Domaininhaber nicht ungewollt seine Domain verlieren kann. Außerdem ist man hierzulande gewohnt, Verträge unter Einhaltung von Kündigungsfristen (siehe Handy, Versicherung, Wohnung etc.) aufzulösen. Die ein Tag Kündigungsfrist wurden in den AGB der nic.at in Anlehnung an das österreichische Konsumentenschutzgesetz festgelegt. Bei generischen TLDs ist deswegen keine Kündigung notwendig, weil die Domains automatisch ablaufen.

Antwort auf/zuklappenVertragsverhältnisse bei .at versus generischen TLDs

Bei der Registrierung einer .at-Domain entsteht ein Vertragsverhältnis zwischen dem Domaininhaber und der Vergabestelle nic.at (siehe AGB) - auch, wenn die Domain ein Provider oder Registrar im Auftrag des Inhabers registriert hat. Daher müssen auch die Kündigung oder der Inhaberwechsel einer Domain dezidiert vom Domaininhaber schriftlich bestätigt werden bzw. muss der Registrar die Bestätigung vorliegen haben.

Bei generischen TLDs wie .com, .net, .info usw. entsteht KEIN Vertrag zwischen Domaininhaber und Registry, sondern nur zwischen Registry und Registrar. Der Registrar hat somit alle Befugnisse über die Domain und braucht gegenüber der Registry keine Bestätigungen des Inhabers nachweisen. Jedes dieser Systeme hat Vor- und Nachteile, Tatsache ist jedoch, dass das Vertragsverhältnis und die Schriftlichkeit von Bestätigungen in den AGB von nic.at klar geregelt ist und nicht umgangen werden kann.