/ TLD-Studien

Spätestens seit die neuen Top-Level Domains auf dem Markt sind, beobachten Registrierungsstellen sehr genau, ob und wie sich der Bekanntheitsgrad und das Image von Top-Level Domains verändert. nic.at hat 2014 das Image von .at erheben lassen; die aktuell umfangreichste Studie zu Top-Level Domains hat ICANN im Juni 2016 veröffentlicht.


Insgesamt drei Mal hat nic.at zwischen Februar und November 2014 gemeinsam mit Markegagent.com jeweils ca. 1000 Personen zu ihren Einstellungen zu .at befragt. Anlass dafür war die Kampagne „Österreich setzt auf .at“, die den Österreicherinnen und Österreichern ihre Top-Level Domain näher bringen sollte.

.at ist sympathisch und hat ein gutes Image

Auch wenn nicht einmal ein Viertel der Befragten selbst eine Domain besitzt, ist doch die Zustimmung zur heimischen Internet-Endung groß. Der überwiegende Teil erkennt sehr gut, dass .at-Domains sowohl von österreichischen Anbietern als auch von Anbietern, die ihre Verbundenheit zu Österreich signalisieren wollen, genutzt wird. Ab Platz drei dann die Werte, die mit .at assoziiert werden: Sympathie, Heimat im Internet und gutes Image.

Stand: Februar 2014

Knapp 90 Prozent würden „auf jeden Fall“ oder „wahrscheinlich“ .at registrieren!

Befragt nach den eigenen Präferenzen bei der TLD-Wahl, geben fast 40 Prozent an, sich auf jeden Fall für .at zu entscheiden, sollten sie eine Domain registrieren wollen. Für zusätzlich noch die Hälfte der Befragten ist .at die wahrscheinlichste Wahl.

Stand: Februar 2014

Weltweite ICANN-Studien 2015 und 2016

Im Zuge der Einführung neuer Top-Level Domains führte Nielsen im Auftrag von ICANN zwei weltweite „Global Consumer Surveys“ mit insgesamt fast 12.000 Befragten in 24 Ländern durch. Thema waren die Bekanntheit von Domain-Endungen, Gründe für die Domainwahl, das Internet-Nutzungsverhalten sowie das Vertrauen in die Domain-Branche. In Europa wurden Konsumenten in Italien, Türkei, Spanien, Polen, UK, Frankreich und Deutschland befragt.

Ergebnisse, die auch für Länder-Endungen wie .at zutreffen, sind:

  • 95% der Befragten vertrauen ihrer heimischen Länder-TLD, sofern diese gebräuchlich ist. Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Bekanntheit und Vertrauen.
  • Das Vertrauen in die Domain-Branche im Vergleich zu anderen Technologie-Branchen hat sich zwischen 2015 und 2016 verbessert
  • 80% der Befragten erwarten sich, dass ein klarer Zusammenhang zwischen der Endung und den Website-Inhalten sichtbar ist
  • Die bekanntesten und am längsten etablierten TLDs haben die stärkste Position und größte Bekanntheit im Internet
  • Für die Suche im Internet werden hauptsächlich Suchmaschinen, auf Platz zwei und drei aber auch Internet-Enzyklopädien oder ISPs verwendet. Will man eine spezielle Website erreichen, so führt ebenso die Suchmaschine, gefolgt vom Eintippen der Domain in die Browserleiste. Apps und QR-Codes werden kaum zum Auffinden von Websites genutzt. Geht es allerdings um die sicherste Art, eine Website zu gelangen (z.B. für Online-Shopping), so wird die direkte Eingabe in die Browserleiste am sichersten beurteilt.
  • Gründe, Domains mit unbekannten Endungen nicht zu besuchen, sind vor allem Sicherheitsbedenken. Insofern haben User auch Vorbehalte, ihre Daten auf Domains mit unbekannten Endungen zu hinterlassen

Download Studien

Die Original-Studien stehen hier zum Download bereit.

Weitere Player in der Domain-Branche, die regelmäßig Studien publizieren, sind:

  • Die holländische Registry SIDN
  • Die kanadische Registry CIRA
  • Die schwedische Registry IIS
  • Die .eu Registry euRID
  • Die .com Registry VeriSign