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Am 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wirksam. Daher sind Änderungen beim öffentlichen Verzeichnis aller registrierten .at-Domains, auch „Whois“ genannt, notwendig: Ab Mitte Mai 2018 wird nic.at nur mehr Daten juristischer Personen im Whois anzeigen. Die Änderungen im Überblick:


Daten natürlicher Personen werden nicht mehr angezeigt

Die DSGVO legt ein unterschiedliches Schutzbedürfnis bei Daten juristischer und natürlicher Personen fest. Dieser Unterscheidung kommt nic.at bei der öffentlichen Whois-Anzeige nach. Zukünftig werden bei .at-Domains, deren Inhaber eine natürliche Person ist, nur mehr der Domainname, der zuständige Registrar und notwendige technische Informationen aufscheinen.
Diese Regelung gilt nicht nur für den Domain-Inhaber, sondern auch für die technische Kontaktperson (Tech-C). nic.at empfiehlt bei technischen Kontaktpersonen Rollen (z.B. Hostmaster) oder Abteilungen (z.B. Kundenservice) anzugeben.
Will eine Privatperson trotzdem öffentlich aufscheinen, ist dies auf Wunsch möglich. Das relevante Kriterium dafür ist der Typus des Personen-Handles, den der Domain-Inhaber oder Registrar bei der Registrierung oder Änderung der Domain angibt.
Bei Firmen und Organisationen wird weiterhin auch der Name samt Adresse veröffentlicht, wobei Kontaktdaten wie E-Mail, Fax und Telefon auf Wunsch ausgeblendet werden können.

Admin-C wird abgeschafft

Da bei .at-Domains der Domain-Inhaber die einzige Person ist, die Rechte und Pflichten an einer Domain hat, ist die administrative Kontaktperson „Admin-C“ überflüssig. Sie wird daher abgeschafft und ist bei der Domain-Registrierung nicht mehr notwendig. Bestehende Admin-C Daten werden nicht mehr angezeigt bzw. gelöscht.

Auskünfte zu privaten Inhaberdaten nur mehr in juristisch gerechtfertigten Gründen

Nur Personen, die sich bei nic.at identifizieren und ein begründetes juristisches Interesse haben, erhalten in Zukunft Auskünfte zu privaten Inhaberdaten. Das können z.B. Strafverfolgungsbehörden oder auch betroffene Personen oder deren Anwälte sein, die sich im Zuge von Domainstreitigkeiten an nic.at wenden und ihr berechtigtes Interesse nachweisen können.

Datenkontrolle durch den Domain-Inhaber

Möchte ein Domain-Inhaber selbst wissen, welche Daten bei seiner Domain eingetragen sind, gibt es auf der nic.at Website zukünftig die Möglichkeit sich die Daten  an die in den Inhaberdaten hinterlegte E-Mail Adresse zusenden zu lassen.