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.at-Nameserver direkt über IPv6 erreichbar
Dienstag, 28. September 2004

Zwei der insgesamt neun Nameserver, die nic.at, die Registrierungsstelle für alle .at-, .co.at- und .or.at-Domains, für die .at-Zone betreibt, sind seit kurzem direkt über das neue Internet-Protokoll IPv6 erreichbar. Die entsprechende Eintragung in der ROOT-Zone erfolgte in der Nacht von 21. auf 22. September. Vorraussetzung dafür war ein lang diskutierter Beschluss von ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), die nun seit dem Sommer IPv6-Adressen in die ROOT-Zone aufnimmt.

„Nach längerem Zuwarten ist nun doch noch international Bewegung in Sachen IPv6 festzustellen. Als Betreiber einer kritischen Infrastruktur ist es für uns ein logischer Schritt, einen Beitrag für die technologische Entwicklung zu leisten“, so nic.at-Geschäftsführer Robert Schischka.

IPv6 – das Internet der nächsten Generation

Die Identifizierung von Computern erfolgt über IP-Adressen, die aus Zahlengruppen bestehen und durch Punkte getrennt sind (zum Beispiel 131.130.1.11). Jedes Mal wenn eine Seite im Internet aufgerufen wird, muss ein Nameserver die entsprechende IP-Adresse zurückliefern, damit der Browser eine direkte Verbindung zu der Website aufbauen kann. Derzeit basiert das Internet noch auf einer in den 70er Jahren konzipierten Version des Internet-Protokolls (IPv4). Laut Experten-Meinung  wäre der IP-Adressenraum mit diesem System, das etwas mehr als 4 Milliarden Adressen ermöglicht, im Jahr 2005 erschöpft. IPv6 hingegen ermöglicht 2 hoch 128 (also vier Milliarden mal 4 Milliarden mal 4 Milliarden mal 4 Milliarden) Adressen. Durch die Einführung von IPv6 sollte das Problem der knappwerdenden Adressen für längere Zeit beseitigt sein.

Rückfragehinweis:

nic.at, Mag. Robert Schischka, robert.schischkanic.at Mailto Link, Tel. 0662/4669-15



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